Schwache Börsen zeigen Auswirkung auf privates Finanzvermögen

30.04.2019, 13:46 von Michaela Haag

Laut der Österreichischen Nationalbank (OeNB) ist der verhältnismäßig geringe Anstieg des Finanzvermögens privater Haushalte 2018 von einem Prozent auf 661,2 Milliarden Euro auf die Kursrückgänge an den Wertpapier-Börsen im letzten Quartal 2018 zurückzuführen.

Die gefragteste Anlageform ist weiterhin das Sparbuch mit täglich fälligen Einlangen, trotz des Niedrigzinsumfelds. 2018 wurden in den österreichischen Haushalten 18,3 Milliarden Euro so angelegt. Das Volumen aller täglich fälligen Einlagen mit Ende 2018 betrug 153,6 Milliarden Euro, was 23 Prozent des gesamten privaten Finanzvermögens entspricht.

Der Wertpapierbestand in privaten Haushalten hat mit minus sechs Prozent weiterhin abgebaut und lag mit Ende 2018 bei 29,2 Milliarden Euro. Hier setzte sich der Trend der letzten Jahre fort. Im Zeitraum von 2012 bis 2017 konnten private Haushalte rund 15 Milliarden Euro an Kursgewinnen verbuchen. Dem standen jedoch Kursverluste von 7,1 Milliarden Euro 2018 gegenüber, somit ging rund die Hälfte der aufgebauten Marktwertsteigerungen verloren.

Quelle: OeNB
https://www.oenb.at/Presse/20190417.html

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