Pressekonferenz

15.10.2013, 07:00 von Alexander Willim

Volkswirtschaftliche Bedeutung österreichischer börsenotierter Unternehmen

Das Industriewissenschaftliche Institut hat im Auftrag des Aktienforums die Hebelwirkungen der 99 österreichischen börsenotierten Unternehmen untersucht. Die Ergebnisse verweisen auf die enorme Bedeutung der Unternehmen, auch und vor allem in den Bereichen Produktion, Wertschöpfung, Arbeitsplätzesicherung und Investitionen.


Als wichtiger Bestandteil der heimischen Volkswirtschaft bewirken börsenotierte Unternehmen enorme Multiplikatoreffekte, weit über die eigenen Unternehmensgrenzen hinweg.  Ihre Leistungskraft manifestiert sich daher nicht nur in den einzelnen Unternehmen(-sgruppen) selbst, sondern durch die Vernetzung
mit Lieferanten und Kunden ebenso in den verbundenen Unternehmen. Die börsenotierten Unternehmen fungieren dabei u.a. als Beschäftigungsgarant, Initiator von Innovationen und Nachfrager von Vorleistungsprodukten.

Volkswirtschaftliche Effekte

Die im Rahmen der Input-Output Analyse errechneten gesamtwirtschaftlichen Impulse beinhalten sowohl direkte als auch indirekte und induzierte Effekte. Insgesamt generieren die 99 heimischen börsenotierten Unternehmen einen
gesamtwirtschaftlichen Produktionswert von 77,18 Mrd. EUR. Dies entspricht einem Anteil von 12,78% der gesamten Produktion Österreichs. Durch das börsenotierte Unternehmenssample wird darüber hinaus eine gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung von insgesamt 29,85 Mrd. EUR initiiert. Mehr als jeder zehnte EUR der heimischen Wertschöpfung ist gesamtwirtschaftlich auf die börsenotierten Unternehmen zurückzuführen. In Summe sind an die Aktivitäten der heimischen börsenotierten Unternehmen 445.960 Arbeitsplätze geknüpft.

Multiplikatoreffekte

Die Hebeleffekte der 99 börsenotierten Unternehmen in der heimischen Wirtschaft sind beachtlich: Ein EUR an Produktion der börsenotierten heimischen Unternehmen bewirkt in Österreichs Wirtschaft in Summe 2,11 EUR an Produktionswert, ein EUR an Wertschöpfung generiert 2,44 EUR an Wertschöpfung. Ein Beschäftigungsverhältnis in den börsenotierten Unternehmen bedingt in Österreich insgesamt 2,81 Arbeitsplätze bzw. 2,72 Vollzeitäquivalente. Mit ihrer Hebelwirkung positionieren sich die börsenotierten Unternehmen in der Liga der
internationalen Leitbetriebe.

Fiskaleffekte

Über die Fiskaleffekte hinausgehend bewirken die börsenotierten Unternehmen gesamtwirtschaftlich 5,05 Mrd. EUR an Sozialbeiträgen für Arbeitgeber (2,04 Mrd. EUR) und Arbeitnehmer (3,01 Mrd. EUR). Insgesamt generieren die 99 börsenotierten Unternehmen in der heimischen Volkswirtschaft Fiskal- und Sozialbeitragseffekte von 9,97 Mrd. EUR. Die arbeitnehmerinduzierten Abgaben (Lohnsteuer, Dienstgeberbeiträge zum AFFB/FLAF, Kommunalsteuer, Sozialbeiträge) als Teil dieser Effekte, erreichen gesamtwirtschaftlich ein Volumen von 8,03 Mrd. EUR.

Résumé

Trotz wirtschaftlich angespannter Zeiten stellt die Börse heutzutage eine wichtige Finanzierungsquelle für Unternehmer aller Größen dar. Die Leistungskraft der heimischen börsenotierten Unternehmen bleibt ein wesentliches Element der in Österreich generierten Produktion bzw. Wertschöpfung. Darüber hinaus stellen diese Unternehmen einen wichtigen Stabilisierungsfaktor für die österreichische Volkswirtschaft dar. Auch für private Investoren zeigt sich, dass die Börse als langfristige Anlage durchaus eine Alternative zu anderen, am Markt angebotenen Vermögensprodukten darstellt.

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