IWI-Studie

14.10.2008, 17:00 von Alexander Willim

Beratung und Entscheidung in der Wirtschaftspolitik

Wirtschaftspolitische Entscheidungen stehen im Spannungsfeld zwischen der legislaturgebundenen Wählergunst und langfristigen, auf das Gemeinwohl ausgerichteten Zielen. Da diese beiden Elemente einander oftmals deutlich entgegengerichtet sind, ist eine zielgerichtete Zusammenarbeit von Entscheidungs- und Einflussträgern notwendig.

Eine funktionierende wirtschaftspolitische Beratung gewinnt in der heutigen Zeit immer stärker an Bedeutung und steht im Zentrum der vorliegenden Buch: Wie kommen wirtschaftspolitische Entscheidungen zustande? Welchen Einflüssen sind Entscheidungsträger ausgesetzt und wie muss ein funktionierendes Entscheidungssystem aussehen? Diese und weitere Fragen bilden den Rahmen und werden hier ausführlich beantwortet. Dabei werden Expertenmeinungen zum Thema mit Daten einer Erhebung in Deutschland, Österreich und der Schweiz – welche vom Industriewissenschaftlichen Institut (IWI) im Auftrag der Oesterreichischen Nationalbank (finanziert durch den Jubiliäumsfonds) durchgeführt wurde – versponnen.

Die gewonnenen Erkenntnisse haben breite Gültigkeit und liefern nicht zuletzt all jenen eine wichtige Grundlage, die Probleme bei Entscheidungen in der Wirtschaftspolitik zu erkennen und ihre Prozesse nachhaltig zu verbessern haben. Wirtschaftliche Entscheidungen die nicht nur kurzfristig, sondern vor allem auch auf lange Sicht soziale Sicherheit und Wohlstand in einem Land garantieren, sind maßgeblich für die Zufriedenheit der Bevölkerung und somit ein zentraler Punkt für die Entscheidungen des Wahlvolkes.

Nach dem Themenschwerpunkt „Beratung und Entscheidung in der Wirtschaftspolitik“ im Rahmen der letztjährigen „Gespräche zur Industriepolitik“ des IWI und der Investkredit Bank AG setzt das IWI mit dieser Veröffentlichung einen weiteren politisch-ökonomischen Schwerpunkt. Diese Akzentuierung fügt sich nahtlos in den institutionellen Rahmen des Institutes ein, welches seit jeher einen einmaligen Brückenschlag zwischen Forschung und Politik bildet sowie als Plattform für wirtschaftspolitische Themen gleichermaßen wie als Sensorium herannahender Herausforderungen fungiert.


Inhaltsverzeichnis

Teil I
Wirtschaftswissenschaftliche Politikberatung: Entscheidungsbeitrag oder Feigenblatt?
Klaus F. ZIMMERMANN

Teil II
Stärken und Schwächen wirtschaftspolitischer Entscheidungssysteme
Christiane ATZMÜLLER, Christina BURGER, Erhard FÜRST, Heinz HANDLER

Teil III
Kommentare
Ulrike BAUMGARTNER-GABITZER
Wissenschaft als Korrektiv
Bernhard FELDERER
Aspekte der Politikberatung
Ruperta LICHTENECKER
Beratung hat viele Gesichter
Werner MUHM
Grundkonsens bei Grundsatzentscheidungen
Friedrich SCHNEIDER
Können und wollen
Herwig W. SCHNEIDER
Dynamisierte Wirtschaftsforschung

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